Das Kodi für ein Raspberry Pi Media Center

Für den Raspberry Pi gibt es viele verschiedene Verwendungsmöglichkeiten. Sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Raspberry Pi-Enthusiasten ist ein Do-it-yourself (DIY) Raspberry Pi Media Player ein hervorragendes Projekt. Er ist einfach zu bauen, erschwinglich und unglaublich nützlich. Für ein Mediencenter auf dem Raspberry Pi ist Kodi wohl die beste verfügbare Anwendung. Sehen Sie sich die besten Kodi-Raspberry Pi-Distributionen an, die Sie verwenden können.

Was ist Kodi?

Kodi wurde erstmals 2002 als Xbox Media Player vorgestellt. Damals handelte es sich um einen Mediaplayer, der ausschließlich für die Original-Xbox-Konsole von Microsoft bestimmt war. Später, im Jahr 2004, änderte diese Homebrew-Anwendung ihren Namen in Xbox Media Centre, auch bekannt als XBMC. Danach wurde XBMC auf eine Vielzahl von Geräten portiert, darunter Android-Handys und -Tablets, iOS-Geräte, Linux-, macOS- und Windows-PCs, Smart-TVs und mehr. Und mit der Einführung von Version 14 gab es eine weitere Namensänderung, die sich durchgesetzt hat: Kodi.

Das kostenlose Open-Source-Mediencenter Kodi ist plattformübergreifend kompatibel. Das in C++ geschriebene Kodi ist in Projekte wie Plex und MediaPortal eingeflossen. Da Kodi ein Open-Source-Projekt ist, wurde es in verschiedene Kodi-Betriebssysteme (OS) implementiert, die gerade ausreichen. Kodi kann Medien über verschiedene Methoden abspielen. Es ist in der Lage, praktisch jede Mediendatei abzuspielen, von Videos über Musikdateien bis hin zu Fotos. Darüber hinaus bietet Kodi robuste Medienbibliotheksfunktionen wie die Möglichkeit, Ihre Filme, Fernsehsendungen und Musik mit heruntergeladenen Metadaten wie dem Cover zu organisieren. Sie können lokale Dateien von angeschlossenen Laufwerken wie Festplatten und Flash-Laufwerken sowie über Netzwerkfreigaben importieren.

Neben der Wiedergabe lokaler Dateien verfügt Kodi über zahlreiche Add-ons für das Streaming von Diensten Dritter. Alle Add-ons stammen von Drittanbietern, von einzelnen Entwicklern bis hin zu Organisationen. Für Plex gibt es zum Beispiel ein offizielles Plex for Kodi Add-on, das vom Entwicklerteam von Plex stammt.

Ist Kodi legal?

Kodi gewann dramatisch an Popularität und wurde sowohl berühmt als auch berüchtigt. Aufgrund seiner zahlreichen Add-ons für das Streaming von Medien wurde Kodi weit verbreitet und entwickelte sich aus den Nischen der Power-User- und HTPC-Enthusiasten-Communities zum Mainstream. Leider konzentrierte sich ein Großteil der Presse auf Raubkopien von Add-ons, was den falschen Eindruck erweckte, Kodi sei illegal. In Wirklichkeit ist Kodi völlig legal. Es handelt sich lediglich um eine Anwendung, die zur Medienwiedergabe verwendet werden kann, sei es über lokale Dateien oder über Streaming-Add-ons. Ähnlich wie BitTorrent ist auch Kodi hundertprozentig legal. Die Wiedergabe einer DVD oder eines DVD-Rips, die Sie selbst mit Kodi konvertiert haben, und das Streaming von legalen Kodi-Add-ons stellen kein Problem dar. Es gibt zahlreiche legale Kodi-Add-ons wie Plex, Netflix und Funimation. Add-ons für Premium-Dienste erfordern eine Anmeldung. Auch wenn einige wie Netflix inoffiziell sind, gelten sie dennoch als legal, da Sie Ihre Anmeldedaten eingeben müssen.

Warum sollten Sie Kodi auf dem Raspberry Pi betreiben?

Sie können Kodi auf einer Vielzahl von Geräten ausführen. Ich habe Kodi auf meiner Nvidia Shield TV Streaming-Box, meinem Android-Tablet und meinen beiden Laptops mit Windows und Linux installiert. Außerdem können Sie Kodi-Boxen von der Stange kaufen, darunter die OSMC Vero 4K, auf der Kodi läuft. Eine Kodi-Distribution (Distro) eignet sich jedoch hervorragend für ein Raspberry Pi Media Center. Es ist ein einfaches Projekt und unglaublich erschwinglich. Sie brauchen eigentlich nur einen Raspberry Pi, ein Gehäuse und ein paar Peripheriegeräte wie eine Tastatur und eine Maus. Das meiste, was Sie brauchen, haben Sie wahrscheinlich schon zu Hause herumliegen. Da der Raspberry Pi so energieeffizient ist, ist der Betrieb von Kodi auf dem Raspberry Pi eine extrem günstige und kosteneffektive Lösung für ein DIY-Streaming-Gerät.

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